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Das Bahnbetriebswerk ist eine der faszinierensten Örtlichkeiten innerhalb der Eisenbahn
und wohl auch die wichtigste Einrichtung um die Wartung und Pflege von Triebfahrzeugen
aufrecht zuerhalten. In unserer modernen Zeit ist das Bahnbetriebswerk ebenfalls unersetzbar.
Auch der ICE, ob Diesel oder Elektro benötigt eine Wartung und Instandhal- tung!
Die Entstehung der Lokstation begann bereits in der Anfangszeit der Eisenbahnentwicklung. Ab der
ersten Lokomotive war eine Wartung und eine Versorgung an Verbrauchsgüter wie Kohle, Wasser und
Schmiermittel notwendig. So wurden feste Betriebsstätten eingerichtet die die Wartung
übernahmen, die Lokstation oder der Lokbahnhof. Der Unterscheid zum späteren BW ist
eigentlich nur in seiner Größe und in seiner Verwaltungszugehörigkeit zu finden.
Diese Einrichtungen befanden sich zumeist in der Anbindung von Bahnhöfen, um die Nähe zum
Einsatzort zugewähr- leisten. Mittels einer Weiche vom Bahnhofsüberholgleis oder auch vom
Hauptgleis des Bahnhofs abzweigend.
Die Aufgabe des BWs ist klar, doch habe ich immer wieder Probleme damit gehabt, die Reihenfolge,
innerhab der Behandlung einer Dampflok festzulegen. Auf Grund der örtlichen Gegebenheiten können
zwar Unterscheide entstehen, doch ist der Umfang und der Ablauf zumeist der Gleiche.
In einem BW ist meistens folgende Reihenfolge vorhanden:
1.) Einfahrt über die Behandlungsgleise:
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Optische Überprüfung über eine Untersuchungsgrube und kontrolle von Lagern und
Schmierstellen!
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Bekohlung der Lokomotive an der gut dimensionierten Kohleanlage, die einen Vorrat
für bis zu 4 Wochen Kohlevörräte für alle stationierten Lokomotiven vorhält.
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Entschlackung der Lokomotive über einen Schlackesumpf oder Ausschlackungsanlage.
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Wasserfassen an einem Wasserkrahn oder der Wasserversorgungsanlage.
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Und zuguterletzt wird die Lok an der Besandungsanlage mit Sand befüllt.
Anschließend führt der Weg zur Drehscheibe. Dort wird die Lokomotive zu ihren
zugeordneten "Haus" gedreht. In der Regel ist dies ein Lokstand im Ringlokschuppen oder
einen Rechteckschuppen.
2.) Einfahrt in das BW ohne Behandlung:
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Betriebswerke verfügen über ein Umgehungsgleis, das die Behandlungsgleise komplett
umgeht. So behindern sich nicht die Lokomotiven gegenseitig, die gerade behandelt werden
und die, die nicht behandelt werden müßen!
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Dieses Gleis führt direkt zur Drehscheibe.
3.) Ausfahrt aus dem BW:
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Über das Ausfahrgleis gelangt die Lokomotive von der Drehscheibe direkt zum Anschlußgleis,
welches sie zu ihren neuen Einsatz führt!
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An dem Ausfahrgleis befindet sich in der Regel ein Lager, bei dem der Heitzer seine benötigten
Betriebsmittel (Öl, Fett, Dichtungen, Werkzeug, Lappen usw.) auffüllen kann.
Sonstige Einrichtungen:
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Das Sandhaus: Hier wird der Sand vorbereitet (getrocknet), so das er mit Druckluft in
den Besandungsturm befördert werden kann.
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Die Wasserversorgungsanlage: Sie bereitet das Wasser auf und führt es der Wasserturm
zu. Der Wasserturm stellt sicher, das immer genügend Wasser mit ausreichend Druck zur
Verfügung steht.
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Die Werkstatt: Hier werden kleinere Reparaturen an Lokomotiven durchgeführt. Größere
Reparaturen werden in den BWs durchgeführt, die speziell für größere Reparaturen ausgerüstet
wurden.
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In größeren Betriebswerke findet man auch Schlossereien oder Schmieden um Werkstätten zu
unterstützen.
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Auswaschanlage: Nach Ablauf der vorgeschriebenen Einsatztage einer Dampflok hat sie
ihren "Waschtag". In drucklosen Kesselzustand erfolgt durch die Waschluken die Reinigung
des Kesselinneren.
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Das Rohrblasgerüst: ist eine, zumeist stationäre Einrichtung um Dampflokomotiven von
Ruß in den Kesselrohren zu befreien.
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Verwaltungsgebäude und andere Einrichtungen: Des weiteren befinden sich noch andere
Gebäude im Betriebswerk wie zum Beispiel für die Verwaltung, eine Unterbringung für das
Personal und natürlich soziale Einrichtungen wie Aufenthaltsräume und Toiletten.
und hier ein kleines Beispiel für ein richtig geplantes BW:
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